GESTERN WAR HIER NOCH AUFGERÄUMT!

Aktualisiert: Okt 15

Muss man erst aufräumen, wenn das WLAN-Signal nicht mehr durchkommt?


Es gibt ihn immer wieder, diesen einen Tag, an dem man am liebsten die eigenen vier Wände umbauen möchte, weil man seine Unordnung weder weiterhin tolerieren noch akzeptieren möchte. Meistens erwischt es einen plötzlich. Oft, wenn wir eigentlich latent irgendwie unzufrieden oder noch nicht bei uns selbst nach vielen Eindrücken oder Reisen angekommen sind. Da sitzt man dann so auf dem Sofa herum und schaut sich in seinem eigenen Zuhause um, als wäre man ein Gast. Beim Anblick so mancher unaufgeräumter Ecken ist das wohl auch ein selbstverdienter Zustand.

Warum dann auf den Frühjahrsputz warten und zwischenzeitlich im eigenen Messi-Berg ersticken? Kommt überraschender Besuch, landen kleine Haufen schnell mal unter dem Sofa oder in der Schublade. Doch diese besonderen „Schummeleien“ mehren sich mit den Kalendertagen und der eigenen Bequemlichkeit und – sie warten auf uns, oder?


Der Kleiderschrank explodiert, der Berg Papier sortiert sich nicht von alleine, die Dateien pflastern den Computer Bildschirm, die vielen ausgetrunkenen Flaschen erinnern an besondere Zeiten. Dazwischen sehen wir imaginär auch schon so manche Spinnenwebe. Der einzige Vorteil der Unordnung liegt wahrscheinlich nur darin, dass man dauern tolle Entdeckungen macht.

Wie außen so innen. Es herrscht keine Klarheit mehr, die Übersicht ist zum Bodenbelag geworden. Die vielen Sachen liegen wie ein Mount Everest auf unseren Schultern. Aber wo anfangen? Vielleicht mit einer bewussten Bestandsaufnahme des Chaos? Spätestens dann weiß man, welchen Dingen man in letzter Zeit mehr Aufmerksamkeit geschenkt hat, als seiner eigenen Ordnung. Doch was sagt der „Interior-Sturm“ eigentlich über uns selbst aus? Lassen wir dort alles stehen und fallen, wo wir in unserem Leben ein Komma oder einen Punkt – oder eine persönliche Ohnmacht erlebt haben?

Wie schnell oder langsam finden wir etwas wieder? Welche und wie viele Dinge erscheinen uns wie neu, weil wir sie längst vergessen haben? Wovon trennen wir uns am schwersten und warum eigentlich? Was macht der Anblick von so viel mit uns?

Und dann, beim näheren Hinschauen, gibt es Ablagen der „Vergangenheit“. Was daran ist gegenwärtig so wichtig, dass wir sie aufbewahren? Was können diese Rudimente längst vergangener Tage zukünftig noch für uns tun?

Ich liebe ja die Tipps von Marie Kondo, aber am meisten mag ich ihre grundsätzliche Haltung zu allem was uns ein Zuhause bietet. Es ist ihr augenscheinlich so heilig und wichtig, die eigenen Räume zu ehren, dass sie mit ihnen spricht und sie um Erlaubnis und Unterstützung beim Aufräumen bittet.

Ein schöner Zug, so mit der „Aura“ seines Eigenheims zu sprechen. Die indianische Kultur z.B. beendet jedwede „Klärung“ durch eine zusätzliche Reinigung – zum Beispiel durch den Rauch eines angezündeten Salbeis – bei der alle Räumlichkeiten neu besprochen werden, nachdem alles Störende, Blockierende und Negative hinausgebeten wurde. Ein nachhaltiges Ritual.

Nicht ohne Grund erleben wir aufgeräumte und eher sparsam eingerichtete Räume als wohltuend. Der mallorquinische Architekt Antoni Esteva versteht den Raum als Wirkungs- und Lebensort des Menschen und als Verbindungsstück zur Natur. Er nimmt die Farb-Tonalität zurück und füttert den Anblick mit Wohn- und Dekodetails, die den Geist unterstützen, aber nicht herausfordern. Weniger ist mehr, damit der Mensch in seinen Räumen mehr „sein“ kann. Das „Sein“ verstehen wir manchmal vielleicht zu sehr als „Haben“, gerade wenn wir zu viele Dinge anhäufen. Ganz deutlich wird das, wenn wir umziehen und uns inmitten eines Kartonsalats mit allem, was wir an Gegenständen angesammelt haben, wiederfinden. Gegenstände, die wir am neuen Ort wieder auspacken würden, um das Neue erneut mit dem Alten zu füllen. Gegenstände, die wir mit uns schleppen, anstelle sie in die Tonne, auf den Flohmarkt, zur Freude unserer Freunde weitergeben oder sie zum Verkauf auf Ebay platzieren.

„Magic Cleaning“ entsteht, wenn wir verstehen, dass unser Zuhause uns tatsächlich spiegelt. Wenn es uns nicht mehr zusagt und uns nicht mehr wohlfühlen lässt – und spätestens dann lohnt sich der Einsatz! Auch wenn man sich täglich nur einer Aufgabe zuwendet, die erledigt werden soll. Im Nu findet man sich im neuen Kleid wieder und startet mit großer Erleichterung neu und anders durch.

Wer gleich mit den Aufräumarbeiten beginnen möchte, der kann sich schon einmal die ersten 5 Tipps bei der DONNA https://www.donna-magazin.de/entdecken/alltag/ordnung-tipps/

abholen.

Kleiner Tipp auch noch von Essence of Life: Wenn Sie dann alles im neuen Licht haben,

schmeißen Sie ein Dinner oder ein kleines Fest. Sie haben guten Grund, mit anderen auf diesen Neuanfang anzustoßen!

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